
Nach einem sehr schönen Angelwochenende möchte ich euch teilhaben lassen an meiner noch bestehenden Angeleuphorie. Für mich gehört mindestens ein Trip auf die Insel Rügen zu einem gelungenen Angeljahr. Am 1. Maiwochenende war es so weit, von Donnerstagabend bis Montagmittag waren 7 Freunde auf der schönen Insel Rügen, um gemeinsam Hechte zu angeln. Die gemischte Truppe, drei Spinnangler, vier Fliegenfischer war gut gewählt und ließ nie lange Weile aufkommen. Das 6-Mann Apartment in Breege ist zu dieser Jahreszeit günstig, gut ausgestattet und liegt ideal im nördlichen Teil der Insel. Von hier aus lassen sich viele interessante Spots anfahren. Wieso dieser Umstand fangentscheidend sein kann will ich weiter unten im Text erläutern.
Nach vielen Erfahrungen mit der Hechtangelei auf Rügen konnte ich in diesem Jahr wieder einige neue Erkenntnisse gewinnen. Ebenso war die Tatsache der gemischten Spinn- Fluganglergruppe interessant und zeigte deutlich die unterschiedlichen Chancen der beiden Angelmethoden.
Viele Boddenbereiche sind Anfang Mai mehr oder weniger stark eingetrübt, so dass eine erfolgreiche Angelei mit der Fliegenrute oftmals nicht möglich erscheint. In diesem Jahr haben wir jeweils nach einer Stunde ohne Fischkontakt einen anderen Boddenbereich aufgesucht. Oft hatte dann die 2. Gruppe, an einem anderen Angelplatz schon Fischkontakte oder Fänge vorzuweisen. So wechselten wir von sehr klarem Wasser ohne Fischkontakt nach einer Stunde in trübere Abschnitte und umgekehrt, um fängige Angelstellen zu finden.
In Bereichen mit sehr trübem Wasser, waren wir Fliegenfischer ohne Chance auf einen Fisch. Die Spinnangler fingen dort trotzdem ziemlich erfolgreich. An nur leicht eingetrübten Strecken waren die Fangergebnisse ausgeglichen gut bis sehr gut oder bei beiden Fraktionen unterdurchschnittlich erfolgreich. Glasklares Wasser brachte im Gegensatz zu den letzten Jahren, in diesem Jahr kaum Fischkontakte. Unerklärlich waren für uns einige Hot Spots; Buchten in denen die Hechte gestapelt standen und jeden Köder attackierten. Nur 100m Meter weiter wurden dagegen deutlich weniger Hechte gefangen.
Im wadentiefen Wasser den Biss unmittelbar zu erleben, ist ein Spektakel der besonderen Art und für uns immer ein besonderer Höhepunkt. Manche Fische standen in 20cm tiefem Wasser und attackierten vehement Streamer und Spinnköder. Adrenalin pur einen solchen Biss zu erleben.
Nicht jeder Angler mag diese aktive, mobile Fischerei aber sie bringt auch dann noch Fische an den Haken wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Cirka 140 Hechte wurden von uns releast und 6 einer sinnvollen Verwertung zugeführt. Der größte Hecht war stolze 96cm lang, leider wurde er nicht fotografiert. Petri Heil wünscht euch Mario Mücke






Fotos: Mario Mücke